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Guben: Pro Guben / Seniorentreff / Sozialstaat als Sozialfall


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Dienstag, 15. September 2009

 

Die erste Station meines gestrigen Besuchs in Guben führte mich zum Verein Pro Guben. In einer unscheinbaren Baracke wurde ich von der Vereinsgründerin Irmgard Schneider herzlich empfangen.

Beeindruckend war das breite Spektrum ihres Engagements: Angefangen beim Kampf für die Rechte ihrer ehemaligen Kolleginnen und Kollegen – Irmgard Schneider war bis zur Wende Eisenbahnerin mit Leib und Seele – über verschiedene Hilfsprojekte für Opfer von Hochwassern und andere Bedürftige bis hin zur Realisierung moderner Pilotprojekte zur Minderung des CO2-Aufkommens reicht der Aktionsradius der 76-jährigen.

Auf meine Frage, wie viel Arbeit sie für den Verein aufwende, antwortete sie, sie fange jeden morgen um 08:00 Uhr an und gegen 14:00 Uhr sei sie zuhause. Dann kümmere sie sich am Computer weiter um die Belange des Vereins.

 

Für ihren selbstlosen Einsatz wurde Irmgard Schneider bereits das Bundesverdienstkreuz verliehen. Sie sagte mir, dass sie es nicht trage, weil ihre Ziele noch längst nicht erreicht seien. Die Begegnung mit Irmgard Schneider war ohne Zweifel ein Höhepunkt meiner bisherigen Wahlkampftour. Schon ihre äußere Erscheinung erzeugt Aufmerksamkeit. Ihre freundliche und warmherzige Ausstrahlung, ihre wachen und klugen Augen und ihre wohlklingende Stimme machen es leicht, ihren Erzählungen zu folgen. Besondere Anerkennung verdient ihre Beharrlichkeit, mit der sie ihre vielfältigen Ziele verfolgt. Sie ist sicherlich ein ganz außergewöhnlicher Mensch – zudem wohltuend bescheiden. Ein echtes Vorbild.


An dieser Stelle merke ich, dass dieses Tagebuch leider nur ein schwaches Abbild meiner Erlebnisse und Begegnungen sein kann.

 


Am Nachmittag besuchte ich spontan die Seniorenbegegnungsstätte „Treff am Schillerplatz“´, nachdem ein Gespräch mit dem Vorsitzenden des Seniorenbeirates kurzfristig ausgefallen war. In ungezwungener Atmosphäre kam ich mit Seniorinnen und Senioren über verschiedene Themen ins Gespräch. Die Zugänglichkeit für linke Vorschläge und der Frust über die herrschende unsoziale Politik war auch hier deutlich spürbar.


Am Abend habe ich zusammen mit der Gubener Landtagskandidatin Kerstin Nedoma eine Veranstaltung zum Thema „Der Sozialstaat als Sozialfall – Gerechtigkeit für Brandenburg“ durchgeführt. Der Saal war voll besetzt. Wie auch schon vor wenigen Tagen in Kolkwitz entwickelte sich eine intensive und inhaltsstarke Diskussion, die zeigte, dass die Menschen sich um ihre Zukunft und die ihrer Kinder sorgen und nicht bereit sind, sich weiter von CDU und SPD verdummen zu lassen. Auch hier konnte ich an vielen Beispielen belegen, wie widersprüchlich sich insbesondere die SPD verhält. Wer den flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohn will, sich aber mit der CDU einen Partner sucht, der das nicht will und gleichzeitig DIE LINKE, die auch einen solchen Mindestlohn will, als Partner ablehnt, begeht Wahlbetrug.

Der starke Applaus der Teilnehmer zum Ende dieser Veranstaltung wird mir weiteren Rückenwind für den Rest des Wahlkampfes geben.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

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