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Klinger Runde
Letzte Woche habe ich an der Klinger Runde teilgenommen. Mit dieser Veranstaltung wurde die heiße Phase des Wahlkampfes eingeläutet. Ich habe mich dabei mit den Kandidaten der anderen vier Parteien auseinandergesetzt. Der Abend war erfolgreich: Guter Besuch. Ein kritisch-engagiertes und wachsames Publikum. Eine freundliche und aufgeschlossene Stimmung gegenüber meinen Beiträgen.
Einen schweren Stand hatte hingegen der SPD-Kandidat Steffen Reiche. Er verteidigte die Fortsetzung des Tagebaus durch Vattenfall und den Kriegseinsatz deutscher Soldaten in Afghanistan. Er musste sich vieler kritischer Fragen erwehren und erwies sich dabei als erstaunlich unsicher und unprofessionell.
Seine Äußerungen zu Afghanistan waren schon starker Tobak. Er meinte ernsthaft, der Krieg dort sei notwendig, weil die Taliban über Pakistan Atomwaffen in ihre Hände bekommen könnten. Das erinnerte fatal an George Bush und seinen unwahre Behauptungen, mit denen er den Krieg gegen den Irak begründet hat. Es ist schon bemerkenswert, dass Steffen Reiche den Wahlkreis 2005 so eindeutig gewinnen konnte. An diesem Abend dürfte er jedenfalls kaum eine Wählerstimme für sich verbucht haben.

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Herr Neskovic,
wenn Sie sich so vehement für die Schließung der Tagebaue einsetzen, was wird dann mit den tausenden Beschäftigten? Noch mehr Arbeitslose für die Region können Sie doch auch nicht wollen?!
Arbeit allein macht auch nicht glücklich! Wichtig ist doch, dass ich mich in meinem Leben selbst verwirklichen kann. Wer einfach einen JOB hat, damit er das sauer verdiente Geld dann für das pure Überleben wieder abgenommen bekommt, hat wenig Zeit und Mittel, sich zu verwirklichen. Der Kommunismus in Prägung des real existierenden Sozialismus versprach, das wir uns mit seiner Hilfe vom Joch der Arbeit befreien. Vielleicht schafft dies die Marktwirtschaft ? Bis jetzt sieht es doch ganz gut aus, es müssen nur noch Rahmenbedingungen für ein menschenwürdiges Dasein ohne JOB geschaffen werden, sinnstiftende Arbeit gibt es an jeder Ecke. Oder würden Sie ihren "tausenden Beschäftigten" nachtrauern, wenn sie wüssten, das für ihr Auskommen gesorgt ist?
Das haben Sie Recht. Das erfordert aber eine POlitik, die einen Mark der Beschäftigung / Betätigung fördert, der sich unter rein marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht (sofort) rechnen würde. Das wiederum erfordert staatliche Einnahmen. Das schließlich erfordert Reichensteuer und überhaupt eine Steuerpolitik, die Lohneinkommen schont und Kapitaleinkommen viel stärker besteuert. Diese Politik würde ich von den Linken sehr viel eher erwarten, als von allen anderen Parteien.
voice 0815
Vielen Dank für Ihre Frage!
Ist sowieso ein Wunder, dass der Mann solange das Direktmandat holte. Nun ist mal Zeit für Tatsachen: Wolfgang in den Bundestag - direkt! Toller Blog übrigens.
voice0815