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Straßenwahlkampf
Heute habe ich mich zum ersten Mal in diesem Wahlkampf in den Straßenwahlkampf begeben. Es war sehr abwechslungsreich. Die Reaktionen und der Inhalt der Gespräche, aber auch die Gesprächspartner waren höchst unterschiedlich. Anders als in einer Veranstaltung, zu der regelmäßig Interessierte kommen, habe ich mich hier mit den Leuten so auseinandersetzen müssen wie sie gerade vorbeikamen. Von der jungen siebzehnjährigen Schülerin bis zur sehr betagten Rentnerin habe ich viele Gespräche geführt. Einige waren auch sehr intensiv.
Ein älterer Herr, der sich wegen Gehbeschwerden hingesetzt hatte, gebärdete sich zunächst sehr feindselig, meinte, man müsse am besten allen Politikern mit der Flinte begegnen. Er beklagte sich bitter über die Ungerechtigkeit im Rentenrecht zu Lasten der DDR-Bürger. Es war sehr mühselig, überhaupt damit durchzudringen, dass gerade die Linke in diesem Bereich unermüdlich Anträge gestellt hat, die auch von der SPD abgelehnt wurden. Auch der hiesige SPD-Abgeordnete Herr Reiche hat sich für die Rente mit 67 ausgesprochen und von den 17 Anträgen zu den Ostrenten lediglich einem einzigen zugestimmt. Bei bei Anträgen hat er sich der Stimme enthalten. Am Ende des Gespräches waren wir so weit, dass er zumindest in Erwägung zog, mich mit der Erststimme zu wählen. Überraschend war auch, wieviel unentschlossene Bürgerinnen und Bürger noch anzutreffen waren. In einem Fall ist es mir sogar gelungen einen allerdings verunsicherten SPD-Wähler endgültig dazu zu bewegen, am Ende des Gespräches zu erklären, er wolle nunmehr die Linke wählen.
Es war ein erfolgreicher Einsatz. Ich habe mich mit Volkes Stimme in ihren vielfältigen Facetten ganz ungefiltert auseinandergesetzt.


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Die Linke ist zwar die einzige Partei, die gegnwärtig auf der Straße zu sehen ist, das aber leider auch immer nur kurz vor Wahlen!
Vielen Dank für das halbe Kompliment. Wir kämpfen dafür, den Menschen zu verdeutlichen, dass nur eine starke LINKE für eine gerechte Politik in unserem Land sorgen kann. Es ist im Grunde bedeutungslos, wie viel Prozentpunkte die anderen Parteien rauf oder runter gehen. Die LINKE muss stark werden. Dann werden die anderen Parteien diese Warnung der Wählerinnen und Wähler verstehen und ihre unsoziale Politik nicht fortsetzen können.
Dass Sie uns nicht während des ganzen Jahres auf der Strasse sehen, liegt daran, dass die vielfältigen Termine und Aufgaben, die sich aus der parlamentarische Arbeit ergeben, dem entgegenstehen. Dazu gehören auch die Bürgergespräche im Wahlkreisbüro. Viele Menschen besuchen uns dort und schildern ihre Sorgen und Nöte. Oft können wir auch helfen. Auch Sie sind uns jederzeit willkommen.
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